Forfait Mobilités Durables: bis zu 600 € pro Jahr vom Arbeitgeber fürs Rad-Pendeln
Das Forfait Mobilités Durables (FMD) ist eine französische Regelung: Unternehmen dürfen Angestellten Geld zahlen, die mit dem Rad statt mit dem Auto zur Arbeit kommen — für Sie steuerfrei, für den Betrieb abgabenfrei. Wer ein minica kauft, senkt damit Jahr für Jahr die tatsächlichen Kosten.
In einer Minute
Ihr Arbeitgeber darf Ihnen bis zu 600 € pro Jahr fürs Pendeln mit dem Rad zahlen — ohne Einkommensteuer und ohne Sozialabgaben auf diesen Betrag.
E-Bikes und Lastenräder zählen dazu, und ausgezahlt wird auf eine einfache Eigenerklärung, nicht gegen einen Stapel Belege.
In der Privatwirtschaft ist es freiwillig: der Arbeitgeber entscheidet (oder ein Betriebs- bzw. Branchenabkommen verpflichtet ihn). Fragen lohnt sich — viele Firmen haben es, ohne es zu bewerben.
Es ist ein Pendelzuschuss, kein Kaufrabatt: Sie erhalten ihn in jedem Jahr, in dem Sie radeln, und er zahlt das Rad damit über die Zeit zurück.
Wie viel genau
Das sind die Obergrenzen, bis zu denen der Betrag steuer- und abgabenfrei bleibt. Ein Arbeitgeber darf weniger zahlen; die Befreiung deckelt nur den sinnvollen Betrag.
Fall
Obergrenze pro Jahr
Gut zu wissen
Privatwirtschaft — FMD allein
Bis zu 600 €
Frei von Einkommensteuer und Sozialabgaben.
Privatwirtschaft — FMD + ÖPNV-Abo
Bis zu 900 €
Gemeinsame Obergrenze, wenn der Arbeitgeber auch ein Tram-/Bahn-Abo bezuschusst.
Staatlicher öffentlicher Dienst
Feste Jahrespauschalen
Gestaffelt nach der Zahl der Radtage im Jahr.
Was als nachhaltiges Pendeln gilt
Das eigene Rad, elektrisch oder nicht — auch Lastenräder wie das minica
Miet- und Leihräder sowie Sharing-Roller
Fahrgemeinschaften, als Fahrer·in oder Mitfahrer·in
Einzelfahrscheine außerhalb eines Abos und weitere Sharing-Angebote
Was es nicht ist
Kein Rabatt an der Kasse: das Geld kommt vom Arbeitgeber, nicht vom Laden.
In der Privatwirtschaft nicht automatisch: ohne Entscheidung oder Abkommen keine Zahlung.
Nicht an die Rad-Rechnung gebunden: erstattet werden die Wege, nicht der Kauf.
So bekommen Sie es, in drei Schritten
01
Die richtige Frage an die Personalabteilung
„Haben wir das Forfait Mobilités Durables?“ Lautet die Antwort nein, fragen Sie, ob es eingeführt werden kann: bis 600 € je Person kostet es das Unternehmen keine Sozialabgaben.
02
Eigenerklärung einreichen
Die meisten Arbeitgeber verlangen eine unterschriebene Erklärung, dass Sie mit dem Rad pendeln, manchmal einen Nachweis über das Rad. Ihre minica-Rechnung ist genau dieser Nachweis.
03
Auszahlung mit dem Gehalt
Der Betrag erscheint auf der Lohnabrechnung — monatlich oder einmal jährlich — als befreite Zeile, nicht als steuerpflichtiges Gehalt.
Was das bei einem minica für 3.999 € ausmacht
Eine Beispielrechnung, angenommen der Arbeitgeber zahlt die vollen 600 € und Sie pendeln das ganze Jahr mit dem Rad.
minica Vorbestellpreis
3.999 €
FMD im 1. Jahr
− 600 €
FMD über 3 Jahre
− 1.800 €
Nettokosten nach 3 Jahren Pendeln
≈ 2.199 €
Nur ein Beispiel, kein Angebot. Der tatsächliche Betrag hängt davon ab, was Ihr Arbeitgeber gewährt und wie Ihre Situation aussieht — prüfen Sie die amtliche Seite unten oder fragen Sie Ihre Personalabteilung.
Nettokosten schätzen
Stellen Sie die Regler auf Ihre Situation ein. Der Rechner wendet nur die steuerfreien Obergrenzen an — er sagt nicht zu, was Ihr Arbeitgeber zahlt.
3.999 €
minica-Vorbestellung: 3.999 €
3 Jahre
FMD im Zeitraum erhalten
− 1.800 €
Nettokosten des Rads
2.199 €
Nettokosten pro Pendeltag
3,33 €
Grundlage: rund 220 Arbeitstage pro Jahr.
Nur eine Schätzung, kein Angebot. Beträge über der Freigrenze wären regulär steuerpflichtig — der Rechner begrenzt den Jahresbetrag daher auf 900 €.
Fragen, die uns im Laden gestellt werden
Muss mein Arbeitgeber das Forfait Mobilités Durables zahlen?
In der Privatwirtschaft nein — es ist freiwillig, sofern kein Betriebs- oder Branchenabkommen es vorsieht. Deshalb lohnt das Nachfragen: bis 600 € pro Person und Jahr ist es abgabenfrei und damit einer der günstigsten Zusatzvorteile überhaupt.
Zählt ein Lastenrad?
Ja. Das FMD deckt Arbeitswege mit dem eigenen Rad ab, elektrisch oder nicht, und ein Lastenrad wie das minica ist ein Rad. Entscheidend ist die Nutzung für den Weg zur Arbeit.
Lässt sich FMD mit einem ÖPNV-Abo kombinieren?
Ja. Bezuschusst der Arbeitgeber zusätzlich ein Nahverkehrsabo, steigt die gemeinsame Freigrenze auf 900 € pro Jahr.
Muss ich jede Fahrt nachweisen?
Nein. In der Praxis genügt eine Eigenerklärung — eine unterschriebene Bestätigung, dass Sie mit dem Rad pendeln — manchmal plus Nachweis über das Rad. Heben Sie dafür Ihre Kaufrechnung auf.
Wird der Betrag versteuert?
Bis zur Obergrenze nicht. Innerhalb von 600 € pro Jahr (oder 900 € zusammen mit einem Transportabo) ist er von Einkommensteuer und Sozialabgaben befreit.
Ich arbeite im öffentlichen Dienst. Gelten dieselben Regeln?
Das Prinzip ist gleich, die Beträge sind jedoch feste Jahrespauschalen, gestaffelt nach der Zahl der Radtage. Ihre Personalstelle nennt Ihnen die passende Stufe.
Sie bringen die Rechnung, wir machen den Rest
Bestellen Sie das minica für 3.999 € vor: Sie erhalten eine saubere Rechnung, das Datenblatt und eine kurze Notiz, die Sie der Personalabteilung weiterleiten können.
VéloRouge ist ein Fahrradladen, keine Steuerberatung. Diese Seite fasst die amtlichen Regeln in einfacher Sprache zusammen; Obergrenzen und Bedingungen können sich ändern — prüfen Sie die oben verlinkte Regierungsseite oder fragen Sie Ihren Arbeitgeber.